Warum Kunst?

Nach wie vor ist diese Fragestellung aktuell und es gibt die unterschiedlichsten Betrachtungen dazu. Ein wesentlicher Aspekt ist der, dass viele Künstler sich als Werkzeug der schöpferischen Kraft sehen und dementsprechend auch nach einer idealen Kunst streben, die weitgehendst frei von Zeitströmungen und kommerziellen Aspekten ist.
Eine Reihe von Künstlern und Künstlergruppen gab und gibt es, die durch ihre Schriften, Zitate und Manifeste immer wieder ihre Gedanken zur Kunst äußerten. Jede Zeit hat eine eigene Art von Kunst hervorgebracht und die Frage, was Kunst sei, ist heutzutage nicht mehr einheitlich zu definieren, zumal sie ständigen Wandlungsprozessen unterworfen ist. Trotzdem sind Aspekte von ihr definierbar
.

Warum nun Kunst? Weil sie eine der Urkräfte im Menschen verkörpert, die in ihrer Vielfalt nach Offenbarung strebt und alle Lebens- und Bewusstseinsaspekte verkörpern kann. Kunst im allgemeinen umfasst alle Aspekte der bisher geoffenbarten und bisher noch nicht geoffenbarten Schöpfung. Eine Aufgabe des schaffenden Künstlers sollte es sein, ein bewusstes Werkzeug dieser schöpferischen Kraft zu werden, denn nur so kann er sich seines Arbeitsfeldes, des creativen Gestaltens, bewusst bedienen.

 

Um ein fähiger und bewusster Künstler zu sein, sollte er bereit sein, alles notwendige zu erlernen, um sein Metier zu beherrschen. Sich aller künstlerischen Offenbarungen gewahr zu werden, sollte das Bestreben aller schöpferischen Menschen sein. Eine fortschreitende und auf Vervollkommnung hinstrebende Kunst, eine Kunst, die Schönheit enthüllt und entdeckt, im Dienst der Wahrheit ihren höchsten Selbstausdruck erreicht und in Kontakt mit den Fakten des Lebens lebendig wird, sollte das Ziel jedes schöpferischen Menschen sein. Der größte Lohn sollte die unvermischte Freude und Ekstase am Schaffen sein. Um die Vielfalt der Aspekte über Kunst zu verstehen, müsste man die vielen Schriften der Künstler aus vielen Zeitepochen studieren, was im allgemeinen einer Überforderung gleich käme. Durch Selbsterfahrung sollte jeder einen Zugang zur Kunst finden.

 

©  H.W. Knorr - 2004


© Text: H.W. Knorr - Mönchengladbach - 2001
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