Atelier Knorr Kleine

Klangbilder im Raum: Synästhetische Kunst mit moderner Projektionstechnik erlebbar machen

Klangbilder im Raum: Synästhetische Kunst mit moderner Projektionstechnik erlebbar machen

Wer einmal erlebt hat, wie ein Klang plötzlich eine Farbe annimmt – ein tiefes Cello, das sich in ein sattes Umbra verwandelt, ein helles Triangelklingen, das als Lichtstrahl durch den Bildraum zieht –, der weiß, dass synästhetische Kunst eine besondere Form der Begegnung verlangt. Die Malerei allein genügt nicht. Oder vielmehr: Sie genügt erst dann vollständig, wenn sie in einem Raum erlebt wird, der ihr Wesen versteht.

Diese Frage beschäftigt mich seit Jahren – nicht nur beim Malen selbst, sondern auch beim Nachdenken über die Bedingungen, unter denen ein Bild auf einen Betrachter trifft.

Das Bild braucht einen Körper im Raum

Landschaftsmalerei war lange eine Angelegenheit des Lichts. Das natürliche Licht des Ateliers, das Tageslicht der Galerie, das gedimmte Scheinwerferlicht der Ausstellung. Für Klangbilder – Arbeiten, die aus einer synästhetischen Wahrnehmung entstehen und in denen Töne und Klangfolgen sich in Form und Farbe übersetzen – gelten andere Gesetze.

Ein solches Werk ist nicht einfach ein Gemälde, das man aufhängt. Es ist ein Ereignis. Und Ereignisse brauchen einen Kontext, der sie rahmt, der ihnen Raum gibt zu atmen, zu schwingen.

Genau hier beginnt das Gespräch zwischen Kunst und Technik.

Projektion als zeitgenössisches Ausdrucksmittel

Vom Diavortrag zur immersiven Installation

Die Projektion hat in der Kunstwelt eine lange Geschichte. Was einst als schnödes Hilfsmittel des Kunsthistorikers galt – der Diaprojektor im abgedunkelten Hörsaal – hat sich zu einem eigenständigen Ausdrucksmittel gewandelt. Heute nutzen Künstlerinnen und Künstler Beamer nicht mehr nur zur Reproduktion, sondern zur Erweiterung des Bildraums.

Für Klangbilder bietet sich die Projektion auf besondere Weise an: Ein großformatig projiziertes Werk verändert seinen Charakter. Es wird körperlich. Der Betrachter tritt nicht mehr vor das Bild, sondern in es hinein. Die Farbflächen, die im Original vielleicht dreißig Zentimeter messen, wachsen auf Wandgröße und erzeugen jene atmosphärische Dichte, die der synästhetischen Erfahrung näherkommt als jede gerahmte Leinwand.

Farbtreue als künstlerische Grundbedingung

Hier liegt allerdings auch die größte Gefahr. Wer seine Arbeit projiziert und dabei auf ungeeignetes Equipment setzt, riskiert, dass die sorgsam abgestimmten Farbbezüge eines Bildes auseinanderfallen. Ein Ultramarin, das im Original kühl und meditativ leuchtet, kann durch einen schwachen Projektor flach und stumpf wirken. Das Bild verliert seinen inneren Zusammenhang.

Deshalb ist die Wahl des richtigen Projektors keine technische Nebensache, sondern eine künstlerische Entscheidung. Hohe Lichtleistung, exzellente Farbdarstellung, ein weiter Kontrastumfang – das sind keine Luxusanforderungen, sondern Mindeststandards für eine ernsthafte Bildpräsentation. Wer sich für geeignete Geräte orientieren möchte, findet bei Bildwelt eine umfangreiche Auswahl an Projektoren und Leinwänden, die auch für anspruchsvolle Bildanwendungen geeignet sind.

Der Klang gehört dazu

So sehr die Bildseite eines Klangbildes zählt – die akustische Dimension darf nicht vergessen werden. Viele meiner Arbeiten entstehen in Begleitung von Musik oder Klangrammen; manche sind untrennbar mit bestimmten Kompositionen verbunden. Wenn diese Werke präsentiert werden, ist die Frage nach dem Ton ebenso ernst zu nehmen wie die nach der Leinwand.

Ein Beamer mit integriertem Lautsprecher ist hier keine Lösung. Was gebraucht wird, ist ein kohärentes akustisches Erlebnis: Raumklang, der den Bildraum verdoppelt und erweitert, der dem Betrachter das Gefühl gibt, nicht nur zu sehen, sondern zu hören und zu spüren.

Moderne Soundbars und kompakte Surroundsysteme haben in den letzten Jahren einen Stand erreicht, der früher professionellen Installationen vorbehalten war. Auch hier lohnt der Blick auf spezialisierte Anbieter – bildwelt.com etwa führt neben Projektoren auch Soundbars und Surroundsysteme, die sich für kleine bis mittlere Präsentationsräume eignen.

Das Atelier als temporärer Ausstellungsraum

Für viele freischaffende Künstlerinnen und Künstler ist das eigene Atelier der erste Ausstellungsort. Atelierbesuche, offene Werkschauen, kleine Vernissagen für geladene Gäste – all das findet oft in demselben Raum statt, in dem die Werke entstanden sind.

Das hat einen besonderen Reiz. Der Entstehungsort eines Bildes ist nie neutral; er trägt die Atmosphäre des Schaffens in sich. Und genau deshalb lohnt es sich, diesen Raum mit den richtigen Mitteln zu gestalten – nicht zu überladen, aber aufmerksam.

Eine mobile Projektionslösung, eine gute Leinwand, ein hochwertiges Klangsystem: Das reicht, um einem Klangbild den Raum zu geben, den es verdient. Der technische Aufwand ist überschaubar. Der Effekt auf den Betrachter ist es nicht.

Eine Frage der Haltung

Natürlich kann man über das Verhältnis von Kunst und Technik streiten. Verfremdet Technik das Ursprüngliche eines handgemalten Werks? Ist die Projektion eines Gemäldes noch das Gemälde?

Ich glaube: ja. Wenn die Technik in den Dienst der Wahrnehmung tritt und nicht umgekehrt, wenn sie das Bild nicht übertrumpft, sondern trägt, dann ist sie kein Verrat am Handwerk, sondern seine Verlängerung in die Gegenwart.

Die Frage ist nie, ob man Technik benutzt. Die Frage ist, ob man sie so benutzt, dass das Wesentliche sichtbar bleibt.