Werke
Die Arbeiten von Knorr-Kleine entstehen im Spannungsfeld zwischen dem Sichtbaren und dem Hörbaren – zwischen dem Licht einer Landschaft und dem Klang, der in ihr wohnt. Jedes Gemälde ist zugleich ein Ort und ein Augenblick, eine Einladung zum Innehalten.
Landschaften – Stille und Weite
Diese Werkgruppe bildet das Herzstück des Schaffens. Weite Horizonte, sanfte Hügelkuppen und das Spiel des Lichts auf Wasser und Gras – die Gemälde suchen nicht das Spektakuläre, sondern das Bleibende. Die Kompositionen folgen klassischen Bildgesetzen der europäischen Landschaftsmalerei, lösen sich jedoch von reiner Gegenständlichkeit, sobald Farbe und Pinselduktus beginnen, Rhythmus zu tragen.
Frühwerke (bis 2005)
Die frühen Landschaften sind von kühler Klarheit geprägt. Graugrüne Wiesen, Birken im Nebel, der erste Schnee auf flachem Land. Hier wird noch beobachtet, gesammelt, gelernt – mit großer Sorgfalt und einem feinen Gespür für atmosphärische Stimmung.
Mittlere Schaffensperiode (2006–2014)
In dieser Phase beginnt die Palette wärmer zu werden. Die Bildräume weiten sich, Himmel nehmen mehr Fläche ein. Licht wird weniger beschrieben als gespürt. Es entstehen erste Arbeiten, in denen Klang und Bild bewusst aufeinander bezogen werden – Vorstufen zu den späteren Klangbildern.
Klangbilder – Synästhetische Werke
Der Begriff Klangbild bezeichnet Werke, die unmittelbar aus dem Hören entstehen: aus Musikstücken, Naturgeräuschen, Stille. Farben treten hier als akustische Resonanz auf, Linien als melodische Bögen. Diese Arbeiten lassen sich nicht vollständig mit Worten beschreiben – sie müssen erfahren werden.
Meditationen in Blau
Eine Serie von sieben Acrylarbeiten, entstanden in Begleitung von Klang-Meditationen. Das Blau wechselt von Ultramarin zu gebrochenem Türkis, von Mitternacht zu frühem Morgen. Wer lange hinschaut, beginnt zu hören.
Resonanz – Landschaft und Ton
Vier großformatige Ölgemälde, die Feldaufnahmen von Windgeräuschen in Norddeutschland zum Ausgangspunkt nehmen. Die Bilder zeigen keine konkreten Orte mehr – sie zeigen, was Klang im Raum hinterlässt.
Druckgrafik und Zeichnung
Parallel zur Malerei entstehen Arbeiten auf Papier: Radierungen, Kohlezeichnungen, Monotypien. Sie sind schneller, direkter – oft der erste Atemzug einer Idee, die später zur Leinwand findet. Wer sich für das synästhetische Arbeiten interessiert, findet in der Druckgrafik besonders unmittelbare Spuren des Prozesses.
Für Fragen zu einzelnen Werken, Verfügbarkeit oder Ausstellungen stehe ich gerne in Kontakt. Einige Arbeiten befinden sich in Privatbesitz; Anfragen zu Reproduktionen sind willkommen.